Ein Hauch von Anarchie und Freiheit

Mit seiner Geschichte als Luftschutzbunker aus dem zweiten Weltkrieg, wurde aus dem heutigen Club Goethebunker vorher ein Ladenlokal für Pferdebedarf. Das Pferd im Logo des Clubs halt also auch eine Geschichte. Na und Goethe stand Pate für die Straße in der der Betonklotz steht.

Dem Gebäude liest man seine Vergangenheit ab − innen wie außen. So finden sich an der Fassade sowohl Einschusslöcher als auch das originale Pferdelogo von Reitbedarf Lenartz. Damit darf sich der Goethebunker sehr glücklich schätzen, zu einer Kategorie Clubs zu zählen, die wohl weltweit eher selten zu finden sind. Allein schon durch ihre Erscheinung machen sie Spaß und strahlen eine authentische Kraft aus. Natürlich polarisiert solch ein Auftreten auch. Massiver Stahlbeton, rau, dreckig und düster − man liebt oder hasst es, ein Mittelding gibt es nicht. Wer extravagante Annehmlichkeiten und besonderes Chichi erwartet − der wird enttäuscht. Das finden wir gut!

Hinzu kommen die Leute, die hinter dem Club stehen und ihn mit Inhalt „füllen“. Die Leidenschaft der verschiedenen Charaktere für das, was sie gut finden, und eben deren Vorstellung von Clubkultur, bilden das Grundgerüst des Goethebunkers. Einerseits regiert hier die Individualität. Andererseits erreicht man Konstantes mit Substanz aber nur durch Zusammenarbeit. Das spüren Gäste wie Künstler gleichermaßen. Willkommen in der Familie!