Goethebunker Interview #21 – Rødhåd

Die musikalische Sozialisierung des jungen Berliner DJs geht aus seiner früheren Passion für den loopbasierenden harten Techno der End-90er Jahre hervor. Geblieben ist die Leidenschaft für düstere, atmosphärische und deepe elektronischen Klänge, die musikalische Vision seiner Technointerpretation liegt klar auf der melancholischen und dunklen Seite. Egal ob Dubtechno, deepen House oder straighten reduzierten Techno, Rødhåd vereint die wichtigsten Merkmale dystopischer Elektromusik und ist somit der perfekte Stamm-Dj für das Label Dystopian.

Hi Mike. Dein Set war große klasse und die Leute haben es “heftigst” abgefeiert. So soll es sein. Jetzt haben wir noch ein paar Fragen an Dich, um ein wenig mehr über deine Person zu erfahren.

 

Wie verbringst Du denn so üblicherweise deine Tage in Berlin, wie schaut dein Alltag aus?

Die Woche startet gewöhnlich am Dienstag. Der Montag ist mein Sonntag. Da wird ausgeschlafen, abgegammelt und sich regeneriert. Im Normalfall stehe ich morgens gegen 8.00 Uhr auf, trinke als erstes einen Kaffe und mache mich dann an die Arbeit. Vormittags bin ich meistens zu Hause und erledige die “Büroarbeit” wie Steuern, Rechnungen, Interviews, Promos anhören und E-Mails schreiben. Danach gehe ich ins Studio wo ich dann auch meistens bis spät in die Abendstunden bleibe.

 

An welchen Projekten arbeitest Du momentan, was ist zu erwarten? Verrate den Leuten hier ein bisschen was.

Momentan gibt es eine menge Dinge die anstehen. Wir haben gerade das nächste Dystopian-Release von Recondite zum Pressen geschickt. Ich selbst habe zum Ende des letzten Jahres einige Remixe gemacht, die jetzt nach und nach released werden. Der Remix für Radio Slaves Repeat Myself wird nächste Woche Released. Remixe für Phase auf Token und Rod auf Balance folgen. Ich arbeite an zwei weiteren Remixen und einer neuen EP für Dystopian und an einer Audio/Visuellen Installation mit einer Künstlerin aus Israel hier in Berlin im Kunsthaus Bethanien in Kreuzberg. Die Austellung wird im April eröffnet.

 

Wer oder was inspiriert dich?

Es ist ein bischen schwierig da etwas Konkretes zu nennen weil ich denke, dass alles  mögliche Einfluss auf mich hat und mich in gewisser Weise auch inspiriert. Das Reisen in den letzten Jahren, die Stadt in der ich lebe – Berlin –  Kunst, Fotografie und vor allem befreundete Künstler aus meinem Umfeld.

 

Nenn uns doch mal ein paar Meilensteine der Musik aus deiner ganz persönlichen Sicht.

 

01. Portsihead – Dummy

02. Massiv Attack – Mezzanine

03. Kraftwerk – The Mix

04. Kruder und Dorfmesiter –  The K&D Sessions

05. Daft Punk – Homework

 

Welches ist dein Lieblingsessen?

So ein richtiges Lieblingsessen gibt es nicht, aber ich esse sehr gerne Hühnchen und Geflügel in allen möglichen Variatonen. Ob jetzt beim Hühnerhaus ein Broiler oder überbacken mit Schafskäse hängt von der jeweiligen Tagesform ab.

 

Erzähl uns Dein verrücktestes Erlebnis während eines deiner Sets.

Richtig verrückte Sachen sind mir eigentlich noch nicht passiert. Ich musste mal während eines Sets in der Both in eine Flasche pinkeln weil die Toilette unerreichbar am anderen Ende des Clubs lag und es so voll war, dass es kein Durchkommen gab.

 

Und wie hat es Dir bei Untertauchen im Goethebunker gefallen?

Mir hat die Größe des Clubs gefallen. Man hat einen direkten Draht zum Publikum und der Sound war auch sehr gut. Ich hatte das Gefühl den Leuten hat es gefallen und das Feedback vom Publikum war während und auch nach meinen Set super. Da macht es gleich noch mehr Spaß.

 

Vielen Dank für das Interview und alles Gute weiterhin für Dich und natürlich auch Dystopian. Gruß aus Essen.

 

Interview Mike Dnmk

Event: 21.12.13 – Untertauchen w/ Rødhåd @ Goethebunker | https://www.facebook.com/events/1411855229046058

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