Goethebunker Interview #29 – Redshape

Redshape ist alles andere als nur ein gewöhnlicher House oder Techno-Act. Er spielt mit den musikalischen Grenzen und liebt es. Denn er kann es einfach nicht anders, das wäre ein schmerzvoller langsamer Tod für Ihn. Genau wie für uns. Und deswegen bewundern wir seine Produktionen und sie bringen dieses animalische Biest in uns heraus, was nur darauf wartet, sich in Ekstase zu versetzen.

Ob seine rote Maske dabei einen Effekt auf uns hat? Wer weiß das schon! Aber mal abgesehen von seinem unverwechselbaren Outfit, der Herr hat es einfach richtig drauf und seine aktuellen Platten auf Delsin oder Running Back haben es in sich. Das ist für uns Grund genug, dass er endlich zum ersten Mal bei uns live spielt und wir finden: Die Kombination passt wie die Faust aufs Auge! Bunkernacht-Gastgeber Ahmet Sisman hat mit Ihm ein Interview geführt.

 

Hallo Sebastian, es wird dein erster Auftritt im Goethebunker sein. Hast du schon mal was von dem Club gehört?

Das muss ich leider verneinen. Ich freue mich aber umso mehr darauf, ihn kennen zu lernen!

 

Ich bin mir sicher viele Leute haben dir diese Frage schon gestellt, aber ich muss es einfach noch mal tuen: Was hat es mit der roten Maske auf sich?

Sehr sehr viele Dinge wurden über die Maske gesagt. Nur so viel, Sie ist ein fester Bestandteil meiner Performances und künstlerischer Identität geworden. Sie ist so nah, dass ich sie selbst fast schon nicht mehr wahrnehme.

 

Erzähl uns doch bitte ein wenig von deinem Studio-Setup. Was sind so deine favorisierten Spielzeuge?

Das wechselt relativ oft. Neben den üblichen Verdächtigen wie Moog, MS20, Roland & Yamaha Synths und Drum Machines, gilt meine Liebe vor allem diversem Mastering bzw. Mixing Gear oder auch tollen Kopfhörern und dezidierten Verstärkern.

 

Als Produzent: Analog vs. Digital – was spricht dich mehr an?

Beides. Ich denke ehrlich gesagt nicht darüber nach und weiss auch nicht aus welchem Grund jemand das überhaupt tun sollte. Da jeder sowieso für sich entscheiden sollte mit welchem Interface er besser arbeiten kann.

 

Was macht in deinen Augen einen guten Liveact aus? Und wie würdest du deine Herangehensweise während deiner Live-Performance beschreiben?

Solange das Wort „Live“ nicht die bloße Anwesenheit bedeutet, wäre das schon mal was! Meine Herangehensweise gleicht dem „Live Arrangieren“ in einer Studioumgebung. Es liegen unterschiedliche Signale auf unterschiedlichen Mischpultkanälen. Arrangiert wird durch Muten und Faden dieser Kanäle. Bei mir sind das 14 Kanäle plus eine Drum Machine.

 

Deine letzten Veröffentlichungen haben sich grundsätzlich auf zwei Labels beschränkt: Delsin und Running Back. Hat das eine besonderen Grund? Und was kann man von dir so in der nächsten Zeit erwarten?

Das hat keinen speziellen Grund. Neben neuen Remixen kommt bald auch eine 12“ auf Boddika’s nonplus Label.

 

Wenn du mal einen nicht so kreativen Tag hast, was lenkt dich am besten ab?

Filme, Serien, Diablo 3


Ich habe das Gefühl, es gibt so was wie einen neuen Acid-Revival, also einen neuen und modernen Ansatz. Oder war Acid nie wirklich „out“? Was sagst du dazu?

Ich glaube Acid war nie wirklich weg. So wie es aber Ende der 80er war, wird es wohl nicht nochmal sein. Damit habe ich auch kein Problem, die kleine Silberkiste ist einfach etwas ganz besonderes und wird noch sehr lange den einen oder anderen Track veredeln.

 

Wer ist für dich gerade der heisse Scheiss, sei es in der Clubmusik oder anderen Bereichen?

Da muss ich leider passen. Die letzten Monate war ich so tief im Studio Tunnel, dass ich Links und Rechts nicht viel mitbekommen habe. Ich bin mir aber sicher, dass 2015 noch einiges in Petto haben wird.

 

Interview Ahmet Sisman

Event: 07.03.15 – Bunkernacht w/ Redshape (live) | www.facebook.com/events/216457341879681

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